Wie Sparpolitik die ambulante Pflege unter Druck setzt

27.05.2026

Mit dem geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz und den bislang bekannten Eckpunkten des Pflegeneuordnungsgesetzes (PNOG) wächst der Druck auf die ambulante Pflege deutlich.

Besonders betroffen sind Leistungen im Bereich der häuslichen Krankenpflege und der außerklinischen Intensivpflege, erklärt der stellvertretende DBfK Nordwest-Geschäftsführer Bertram Grabert-Naß in der Mai-Ausgabe des DBfK Nordwest-Mitgliedermagazins Gezielt informiert. Nach aktuellem Entwurf zeichnet sich ab, dass Vergütungssteigerungen künftig stärker begrenzt oder an allgemeine Einnahmeentwicklungen gekoppelt werden sollen. Für ambulante Dienste bedeutet das ein erhebliches Risiko: Steigende Personalkosten, Tarifentwicklungen und allgemeine Sachkosten ließen sich dann möglicherweise nicht mehr vollständig refinanzieren.

Auch im Bereich der Pflegeversicherung (SGB XI) zeichnen sich mögliche Verschärfungen ab. Für die ambulante Pflege entsteht so der Eindruck, dass kurzfristige Beitragssicherheit zunehmend Vorrang vor einer stabilen und bedarfsgerechten Versorgung erhält.

Mehr dazu lesen unsere Mitglieder in der aktuellen Ausgabe von Gezielt informiert, unter anderem im Mitgliederbereich in der DBfK App.

Übrigens: Der DBfK hat zum Protest gegen die Sparpläne aufgerufen und geht am 10. Juni 2026 gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di vor dem Hintergrund der Gesundheitsminister:innenkonferenz in Hannover auf die Straße. Wir freuen uns über jeden, der dabei ist, und unterstützen bei Bedarf auch bei der Anreise. Alle Infos zur Protestaktion und zur Teilnahme gibt es auf unserer Webseite: https://www.dbfk.de/keinsparschwein

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